Weihnachtsmärchen
Weihnachtsmärchen sind ein traditioneller Bestandteil der Weihnachtsliteratur und begeistern in der besinnlichen Zeit des Jahres jung und alt seit unzähligen Jahren mit ihren anrührenden Geschichten.
Weihnachtmärchen besitzen einen besonderen Zauber, der große und kleine Weihnachtsliebhaber alljährlich in seinen Bann zieht.
Das älteste Weihnachtsmärchen ist die Geschichte von der Geburt Jesus Christus. Bis heute wird sie immer wieder gerne während der Weihnachtszeit erzählt und diente unzählige Male als Grundlage für verschiedene Interpretationen.
Beinahe genauso bekannt ist Charles Dickens "Weihnachtsmärchen", welches ebenfalls Kultstatus hat.
Jedoch gibt es inzwischen, neben den klassischen, auch viele moderne Weihnachtsmärchen. In ihnen wurden die bekannten Werte eines Märchens in die heutige Zeit übertragen.
Dabei erfreuen Weihnachtsmärchen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Während den Kleinen dadurch meist der Geist der Weihnacht, die Existenz des Weihnachtsmannes und weitere charakteristische Elemente näher gebracht werden, sind Weihnachtsmärchen für Erwachsene eher auf Themen wie Liebe oder Familienglück ausgelegt.
Eines haben allerdings alle Weihnachtsmärchen gemeinsam, sie tragen dazu bei, den Glauben an die Weihnacht und die wahre Liebe zu bewahren und dem rationalen Alltag einen Hauch Fantasie zurückzubringen.
Darum sind Weihnachtsmärchen die schönste Möglichkeit, um die wahre Bedeutung von Weihnachten jedes Jahr von Neuem in den Herzen der Menschen aufleben zu lassen.
- Weihnachtsmärchen
- Warum besinnliche Weihnachtsgeschichten heute so wertvoll sind
- Vorteile von Weihnachtsmärchen
- Praktische Tipps: So setzen Sie Weihnachtsmärchen optimal ein
- Die wohl schönsten Weihnachtsmärchen aller Zeiten
- Häufig gestellte Fragen zu Weihnachtsmärchen
1. Weihnachtsmärchen
Klicke Dich durch unsere Weihnachtsgeschichten für Kinder. Los geht's!
Die drei Federn
Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne, davon waren zwei klug und gescheit, aber der dritte sprach nicht viel, war einfältig und hieß nur der Dummling. Als der König alt und schwach ward und an sein Ende dachte, wußte er nicht, welcher von seinen Söhnen nach ihm das Reich erben sollte. Da sprach er zu ihnen: "Zieht aus, und wer mir den feinsten Teppich bringt, der soll nach …Autor: Brüder Grimm
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Rumpelstilzchen
Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, daß er mit dem König zu sprechen kam, und zu ihm sagte "ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen". Dem König, der das Gold lieb hatte, gefiel die Kunst gar wohl, und er befahl die Müllerstochter sollte alsbald vor ihn gebracht werden. Dann führte er sie in eine Kammer, die ganz …Autor: Brüder Grimm
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Der standhafte Zinsoldat
Es waren einmal fünfundzwanzig Zinnsoldaten, die waren alle Brüder, denn sie waren aus einem alten zinnernen Löffel gemacht worden. Das Gewehr hielten sie im Arm und das Gesicht geradeaus; rot und blau, überaus herrlich war die Uniform; das allererste, was sie in dieser Welt hörten, als der Deckel von der Schachtel genommen wurde, in der sie lagen, war das Wort "Zinnsoldaten!" Das …Autor: Hans Christian Andersen
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Die Wichtelmänner
Es war ein Schuster ohne seine Schuld so arm geworden, daß ihm endlich nichts mehr übrigblieb als Leder zu einem einzigen Paar Schuhe. Nun schnitt er am Abend die Schuhe zu, die wollte er den nächsten Morgen in Arbeit nehmen; und weil er ein gutes Gewissen hatte, so legte er sich ruhig zu Bett, befahl sich dem lieben Gott und schlief ein.Autor: Brüder Grimm
Morgens, nachdem er sein Gebet verrichtet hatte und …
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Lüttjemann und Lüttjerinchen
Es war einmal zwei Mooswichte, die lebten in einem alten Steinbruch.Autor: Hermann Löns
Sie hatten ein einziges Kind, das nannten sie Lüttchemann, weil es noch viel kleiner war, als die Kinder der Mooswichte sonst sind, so klein, dass es in einer Wiege aus einer halben Walnussschale Platz hatte.
Die alten Mooswichte liebten ihren einzigen Sohn zärtlich; er bekam das feinste Essen: Blumenhonig und Nusskernbrot …
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Nikolause
Es war Niklausabend-Tag, und soeben hatte der Bäcker ein großes Kuchenblech voll frischgebackener Nikolause aus dem Ofen gezogen.Autor: Sophie Reinheimer
Die Augen standen ihnen - dass Gott erbarm! - so dick wie Froschaugen aus dem Kopfe heraus. Eine Nase hatte der Bäcker überhaupt für überflüssig gehalten - auch Ohren. Der Mund aber saß dem einen rechts - dem andern links, und hatte eine
verzweifelte …
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Der kleine Tannenbaum
Es war einmal ein kleiner Tannenbaum im tiefen Tannenwalde, der wollte so gerne ein Weihnachtsbaum sein. Aber das ist gar nicht so leicht, als man das meistens in der Tannengesellschaft annimmt, denn der heilige Nikolaus ist in der Beziehung sehr streng und erlaubt nur den Tannen als Weihnachtsbaum in Dorf und Stadt zu spazieren, die dafür ganz ordnungsmäßig in seinem Buch aufgeschrieben sind. …Autor: Manfred Kyber
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Der Schneemann
Es war einmal ein Schneemann, der stand mitten im tief verschneiten Walde und warAutor: Manfred Kyber
ganz aus Schnee. Er hatte keine Beine und Augen aus Kohle und sonst nichts und das ist wenig. Aber dafür war er kalt, furchtbar kalt. Das sagte auch der alte griesgrämige Eiszapfen von ihm, der in der Nähe hing und noch viel kälter war.
"Sie sind kalt!" sagte er ganz vorwurfsvoll zum Schneemann.
Der …
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Vom Feuermännchen und der Maus Grisegrau
"Heut will ich euch die Geschichte vom Feuermännchen erzählen", sagte eines Abends unsere gute alte Tante Minna; " sie ist zwar ein bissel gruselig, aber ich will sie euch doch erzählen.Autor: Paula Dehmel
Ihr müsst wissen, zu Hause in Pankenbrück hatten wir einen großen Kachelofen, so einen recht altmodischen grünen Kachelofen. Und blanke Haken hatte er, um nasse Kleider dran aufzuhängen, …
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Sterntaler
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt …Autor: Brüder Grimm
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Die Geschichte von der Frau Holle
Vor ganz undenklich langer Zeit, da gab es noch gar kein Christkindchen, sondern nur eine Frau Holle, die wohnte nicht weit von uns auf der höchsten Spitze der Odenwaldberge, auf der kalten, windigen Böllsteinerhöhe. Die schönen Odenwaldberge waren damals noch nicht wie jetzt, fast bis hinauf mit fruchtbaren Feldern und schönen Wiesen bedeckt, sondern dunkle Wälder zogen sich fast bis zu …Autor: Luise Büchner
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Die Geschichte von dem kleinen naseweisen Mädchen
Dem Mathildchen ward die Zeit bis zum Weihnachtsabend gar zu lang; es hatte nirgends mehr Ruhe und Rast, nur so lange die Tante erzählte, blieb es ruhig auf seinem Stühlchen sitzen. Wo eine Schublade oder eine Schranktüre aufgemacht wurde, hatte es blitzschnell den kleinen Blondkopf dazwischen und lauschend und horchend stand es hinter allen Stubentüren. Es knisterte und rumorte aber auch gar …Autor: Luise Büchner
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Weihnachten im Dunkeltal
Es war einmal in einem Land, fernab jeglicher Zivilisation, das auf keiner, mir bekannten, Landkarte verzeichnet ist. Es war gelegen zwischen den Gipfeln einer hohen Gebirgskette und wurde von den Einheimischen nur als das „Dunkeltal“ bezeichnet. Das lag daran, dass die Spitzen der höchsten Berge eine dichte, dunkle Wolkenwand mit ihren Spitzen förmlich in den Himmel nagelten, sodass kein …Autor: Marie Lieser
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Der kleine Weihnachtsengel
Es war einmal kleiner ein Weihnachtsengel, der jedes Jahr aufs Neue das Geschehen der Weihnachtszeit bewachte. Stets guten Herzens verbreitete er Frohsinn, wenn die Trauer überwiegte. Er sorgte für Spaß, wenn Langeweile aufkam. Er schenkte Liebe und Zuversicht, wenn sich die Menschen einsam fühlten.Autor: Hanna Harbecke
Doch in diesem Jahr war der Engel betrübt. Zu jeder Adventszeit gab er sich die größte …
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2. Warum besinnliche Weihnachtsgeschichten heute so wertvoll sind
Warum Weihnachtsmärchen heute so wertvoll sind
In einer Welt, in der fast alles erklärbar, optimiert und sofort verfügbar ist, sind Weihnachtsmärchen zu einem der letzten wirklichen Refugien des Wunderbaren geworden. Während draußen Algorithmen entscheiden, was wir sehen, und Künstliche Intelligenz uns sogar unsere Träume erklären will, öffnet sich in einem Weihnachtsmärchen plötzlich eine Tür in eine Welt, in der Sterne sprechen, Geister nachts durch die Straßen gehen und ein einzelnes Streichholz genügt, um den Himmel zu erblicken. Genau diese Tür brauchen wir heute dringender denn je - sie erinnert uns daran, dass das Leben nicht nur aus Fakten besteht, sondern auch aus dem, was wir uns wünschen, erhoffen und glauben dürfen.
Weihnachtsmärchen sind wertvoll, weil sie Kindern etwas schenken, das ihnen sonst immer mehr genommen wird: die Erlaubnis, an das Unmögliche zu glauben. Ein Kind, das hört, wie ein verbitterter alter Mann durch drei Geister wieder weich wird, lernt, dass Veränderung möglich ist. Ein Kind, das mit dem Mädchen mit den Schwefelhölzern in den Himmel schwebt, lernt, dass selbst im größten Elend noch ein Licht leuchten kann. Und ein Kind, das den Nussknacker siegen sieht, lernt: Die Kleinen und scheinbar Schwachen können die Welt retten.
Für Erwachsene sind Weihnachtsmärchen oft noch tiefer. Sie sind Zeitmaschinen. Plötzlich sitzt man wieder als Zehnjähriger unter dem Tannenbaum, hört die Stimme der Mutter oder des Vaters und spürt diesen ganz bestimmten Kloß im Hals, der nur an Weihnachten kommt. Sie erinnern uns daran, wer wir einmal waren, bevor der Alltag uns abgeschliffen hat. Und sie geben uns die seltene Chance, uns selbst zu vergeben - so wie Scrooge sich selbst vergibt. In einer Zeit, in der viele Menschen müde, zynisch oder einfach nur erschöpft sind, sind Weihnachtsmärchen leise Medizin für die Seele.
Vor allem aber sind sie das schönste Bindeglied zwischen den Generationen. Wenn Oma, Papa und die kleine Tochter am selben Abend dasselbe Märchen hören - eines, das Oma schon als Kind kannte -, dann entsteht etwas, das kein Geschenk der Welt ersetzen kann: das Gefühl, dass wir alle Teil einer großen, leuchtenden Geschichte sind, die seit Jahrhunderten weitererzählt wird. Genau dieses Gefühl macht Weihnachten erst wirklich zu Weihnachten.
Darum sind Weihnachtsmärchen heute nicht nostalgisch. Sie sind notwendig.
3. Vorteile von Weihnachtsmärchen
- Stärkung der Fantasie: Kinder lernen, dass Wunder möglich sind - eine wichtige Kompetenz in einer immer rationaleren Welt.
- Wertevermittlung ohne Belehrung: Liebe, Güte, Vergebung und Großzügigkeit werden spielerisch und nachhaltig verinnerlicht.
- Emotionale Intelligenz fördern: Märchen lassen Kinder (und Erwachsene) alle Gefühle sicher durchleben - Freude, Trauer, Angst, Erlösung.
- Familienbindung stärken: Gemeinsames Vorlesen schafft tiefe, bleibende Erinnerungen.
- Perfekte Länge für die Weihnachtszeit: Die meisten Märchen dauern 10-20 Minuten - ideal für Adventsabende oder den Heiligen Abend.
- Generationenübergreifend: Großeltern können die gleichen Märchen erzählen, die sie selbst als Kind gehört haben.
4. Praktische Tipps: So setzen Sie Weihnachtsmärchen optimal ein
- Das richtige Märchen wählen: Für kleine Kinder eher kurze, fröhliche Märchen; für größere und Erwachsene die tiefgehenden Klassiker mit Erlösungsbogen.
- Atmosphäre schaffen: Kerzen, eine Decke, vielleicht eine Tasse heiße Schokolade - Märchen brauchen eine "Zauberstunde".
- Mit Stimme zaubern: Wechseln Sie Tonlage und Tempo - der Weihnachtsmann spricht tief, die Elfe hoch, der Geist der vergangenen Weihnacht geheimnisvoll.
- Interaktion einbauen: Bei Kindern ab 5 Jahren zwischendurch fragen: "Was würdest du jetzt tun?" oder "Wie geht es dem armen Kind jetzt?"
- Nach dem Vorlesen nachwirken lassen: Manchmal reicht es, einfach nur still zu sitzen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen kann ein kurzes Gespräch über die Botschaft Wunder wirken.
- Als Advents- oder Weihnachtsritual etablieren: Jeden Sonntag ein Märchen, am Heiligen Abend das allergrößte - das wird zur schönsten Tradition.
5. Die wohl schönsten Weihnachtsmärchen aller Zeiten
| Titel | Autor | Zielgruppe | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Ein Weihnachtsmärchen (A Christmas Carol) | Charles Dickens | Familie + Erwachsene | Der Klassiker schlechthin |
| Nussknacker und Mäusekönig | E.T.A. Hoffmann | Ab 8 Jahre | Zauberhaft und tief |
| Das Mädchen mit den Schwefelhölzern | Hans Christian Andersen | Ab 7 Jahre (mit Eltern) | Ergreifend |
| Der standhafte Zinnsoldat | Hans Christian Andersen | Ab 6 Jahre | Romantisch und tragisch |
| Sterntaler | Brüder Grimm | Ab 4 Jahre | Kurz und berührend |
| Der kleine Lord | Frances Hodgson Burnett | Familie | Herzerwärmend |
| Der Polarexpress | Chris Van Allsburg | Ab 5 Jahre | Moderne Ikone |
6. Häufig gestellte Fragen zu Weihnachtsmärchen
Dürfen die Märchen in Kindergarten, Schule oder Flüchtlingsinitiativen verwendet werden?
Ja - privat und in kleinen Gruppen dürfen Sie sie gerne weitergeben und vorlesen.
Warum sind Weihnachtsmärchen besonders in der Weihnachtszeit so wirkungsvoll?
Weil die dunkle Jahreszeit, Kerzenlicht und Vorfreude die Märchenatmosphäre perfekt ergänzen - das Wunderbare fühlt sich dann noch realer an.
Werden jedes Jahr neue Märchen hinzugefügt?
Ja, zumindest ist das unser Ziel, Jahr für Jahr neue, exklusive Weihnachtsmärchen auf dieser Seite zu präsentieren.